Trujillo - Peru - letzter Auftritt der Napiantes
Abschied oder neuer Weg?
10. Juni 09
Zusammeneuquetscht in einem sehr antiken Auto erreichen Tschufidora und Rodhezio das Waisenheim “de Esperanza” in einem nicht besonders einladenden Viertel ausserhalb von Trujillo. Wo sie fuer ca. 40 Kinder und ein paar Erwachsene ihre letzte Vorstellung geben.
Bei der Ankunft scheinen die Kinder noch nicht wirklich Notiz der beiden Clowns zu nehmen. Die beiden bereiten sich vor und erspaehen durch den Tuerspalt, wie sich das Speisezimmer des Waisenheims langsam fuellt. Tschufidora und Rodehzio wissen, dass es ihre letzte Vorstellung ist.
Sie umarmen sich fester als sonst und gemeinsam, wie immer, steigen sie die Treppen hinab, Stufe fuer Stufe, waehrend 80 kleine Augen sie beobachten.
Tschufidoras Kiste klingt lauter als je zuvor.
Rodhezio ueberschlaegt sich fast, um seine stumme Kiste klingen zu lassen.
Immer breiter werden die Grinser auf den Gesichtern der Kinder, und auch die beiden Clowns haben grossen Spass.
Rodhezios letzter Wunsch kostet ihn viel Anstrengung und alle klatschen mit, als es heisst “Vielen Dank fuer euer kommen, ohne zu wissen warum ziehen wir uns zurueck…”
Ohne zu wissen warum sind die Napiantes bis nach Peru gekommen,
Ohne zu wissen warum ist dieser Traum entstanden,
Ohne zu wissen warum hat er sich erfuellt,
Ohne zu wissen warum haben tausend lachende Blicke unsere Vorstellungen begleitet.
Und mit Freude konnten wir sehen wie wir auf unserem Weg jeden Tag staerker wurden durch die grossartige Unterstuetzung unseres Publikums und jedem einzelnen Besucher dieses Blogs.
Uns bleibt nur, uns zu bedanken, und wir hoffen dass unser “Auf Wiedersehen” tatsaechlich ein “Auf Wiedersehen” ist.
Und dass wir irgendwann wieder “Bis hier sind wir gekommen…” singen koennen…
Vielen Dank fuer Eure Unterstuetzung!
Tschufidora und Rodhezio
Die Napiantes

Orfanato Esperanza

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Juni 15, 2009 14 Comments
Retorno a La Paz
“100 “Zebras” auf den Spuren der Clowns”
19. Mai 09
Tschufidora und Rodhezio kommen nach La Paz zurueck, mit der Aufgabe, jugendliche Erzieher zu unterrichten.
Doch immer gibt es Zeit fuer Luftballons und Wuensche, und so spielen sie noch am gleichen Tag zwei Mal wieder im “Sarantañani Trabajadores”, wo zuerst die allerkleinsten das Spektakel geniessen und dann eine Gruppe von Erwachsenen und Jugendlichen in einem kleinen Theatersaal zuschaut, wie die Clowns Umarmungen, Spiele und Lieder teilen.
Am Nachmittag beginnen sie mit den Kursen, und schon fuellen heitere Clownspiele den Theatersaal des Kulturhauses von La Paz. In mehreren Schichten spielen fast 100 “Zebras” und praesentieren ihre eigenen Clownerien vor ihren Kollegen und den Napiantes.
Bis hierher reicht das bolivianische Abenteuer der beiden Reiseclowns und sie verlassen das Land mit einem vollen Herz und vielen schoenen Bildern im Kopf.

Juni 8, 2009 1 Comment
Cochabamba - Senda Nueva
“Heitere Eroeffnung einer kleinen feinen Buehne”
15. Mai 09
Schon bei der Ankunft im Haus “Senda Nueva” faellt den Napiantes die ueberschaeumende Lebendigkeit der Kinder auf.
Und nach einem koestlichen gemeinsamen Mittagessen schliesst sich zum ersten Mal der Vorhang des neuen kleinen Theaters, um sich kurz darauf fuer die beiden Clowns wieder zu oeffnen. Sehr aufmerksam sitzen die Kinder auf ihren Plaetzen, versuchen zu erspaehen, was sich in Tschufidoras Kiste verbirgt und halten sich mit jedem Wunsch Rodhezios die Ohren zu.
Das Abschlusslied beginnt, langsam schliesst sich der Vorhang und die Clowns verabschieden sich von diesem hervorragenden Publikum.


ps: Das Lachen dieser Kinder war so ansteckend, dass ich staendig aufpassen musste, nicht selbst in bruellendes Gelaechter auszubrechen…hehe
Tschufi
Juni 8, 2009 1 Comment
Cochabamba - Chilimarca
”Leises und lautes Lachen”
7. Mai 09
Voll Staunen ueber den Komfort sitzen Tschufidora und Rodhezio in einem grossen, gemuetlichen Auto, das sie zu dem Projekt Chilimarca der “Fundacion La Paz” bringt. Die Ankunft der Napiantes wurde bereits mit Freuden aus La Paz angekuendigt.
150 Kinder sitzend schnatternd und plappernd beim Mittagessen, waehrend die beiden Clowns sich in der Bibliothek vorbereiten. Dort versammelt sich die gesamte Lehrerschaft, um die Gaeste herzlichst willkommen zu heissen.
Schon kurz spaeter hat sich der Speisesaal in ein kleines Theater verwandelt und die Kinder verfolgen gespannt die Geschichte von Tschufidora und Rodhezio. Sie teilen 30 Minuten Spass mit den Kindern, waehrend sie auf Tische kraxeln, durch den ganzen Saal rennen, singen, tanzen und ihre Tricks vorfuehren.
Schlussendlich ziehen sie sich zurueck, doch etwas in ihnen waere gerne noch laenger geblieben und auch das Publikum haette Lust auf eine weitere Vorstellung. Und manche Zuschauer diskutieren nachher noch, ob das Unglaublichste die maeuschenhafte Stille oder die unzaehligen Freudenschreie waren.
Krankenhaus Viedma
Lange warten Tschufidora und Rodhezio im kalten Gebaeude der pedriatischen Abteilung des Krankenhauses Viedma, bis ungefaehr 10 Krankenschwestern 5 winzige an Schlaeuchen haengende Kinder in eine Halle im Gang gebracht haben.
Langsam und mit viel Vorsicht schleichen die beiden aus ihrem Versteck und beginnen mit ihren ueblichen Spaessen. Erst zurueckhaltend und fast verschaemt, doch immer freier kichern vor allem die Krankenschwestern und einige groessere Patienten. Die kleinen scheinen nicht wirklich zu verstehen, doch verfolgen alles mit grossen Augen.
Tschufidora und Rodhezio ziehen sich zurueck mit dem Gefuehl, etwas kleines bewirkt zu haben an einem Ort, der noch viel mehr von dieser Leichtigkeit benoetigt.

Juni 8, 2009 No Comments
Nuestro Publico

- Salta - Caritas

- Potosi - Contexto

- Contexto II

- Potosi - Knh - Kachaj Mosoj

- Potosi - Knh - Kachaj Mosoj II

- Tarija - EDYFU
Fundacion La Paz

Hospital Viedma Cochabamba

Chilimarca - Cochabamba

Salta - Caritas

Potosi - Contexto

Contexto II

Potosi - Knh - Kachaj Mosoj

Potosi - Knh - Kachaj Mosoj II

Tarija - EDYFU

Fundacion La Paz

Hospital Viedma Cochabamba

Chilimarca - Cochabamba

Senda Nueva - Cochabamba
Mai 27, 2009 2 Comments
La Paz - Stadt
“Kinder wollen spielen, nicht arbeiten”
1. Mai 09
Wieder einmal auf fast 4000 Metern Hoehe steigen Tschufidora und Rodhezio ein Treppe hinab zum Innenhof des Projektes “Sarantañani Trabajador”, wo sie ein Gruppe von ungefaehr 100 Kindern allen Alters erwartet. Die “Fundacion La Paz”, zu der dieser Ort gehoert, kuemmert sich um mehr als 600 arbeitende Kinder der mehr als 13000 in ganz La Paz.
Die beiden Clowns beginnen ihren Unfug zu treiben, halten einander zum Narren, springen und tanzen wie wild trotz Hoehe. Und waehrend sie gemeinsam mit dem Publikum versuchen, den grossen Schatz zu finden, erscheinen immer mehr neugiereige Nasen in den Fenstern und Tueren.
Nach dem Abschlusslied, in dem Rodhezio sich zum Rockstar verwandelt, empfangen sie erschoepft die Zugabe-Rufe und auf wundersame Weise beginnt Tschufidora Finger herbeizuzaubern und es scheint, als ob sie immer noch nicht zaehlen gelernt hat…


Mai 19, 2009 No Comments
Potosi Stadt, KNH
“Ein Willkommensplakat empfaengt zwei Clowns”
16.April 09
Als Tschufidora und Rodhezio am Nachmittag in der Organisation Yachaj Mozoj ankommen, erwarten sie bereits eine mit viel Liebe vorbereitete Buehne, fast 80 Kinder, die ein Willkommensplakat gemalt haben, und eine enthusiastische Erzieherin, die die beiden Reiseclowns praesentiert.
Stufe um Stufe steigen sie die Buehne hinauf, spielen, singen, tanzen, springen fuer ein staunendes Publikum, das nicht aufhoert “Zugabe” zu rufen.
Und so zaubern sie einen nach dem anderen Zaubertrick aus ihren Taschen, mit denen sie die Kinder ueberraschen, die es nicht lassen koennen, auf die Buehne zu laufen, um hautnah an den Spielen teilzuhaben.
Schlussendlich steigen die beiden Clowns vorsichtig die Buehne hinab und verabschieden sich geruehrter als je zuvor.

“Die Kunst kennt keine Grenzen”
Rocio, Erzieherin von Yachaj Mozoj, KNH Potosi
April 29, 2009 2 Comments
Napiantes - Auf dem Weg der Nasenruecken













April 27, 2009 2 Comments
Potosi Stadt
“In einem “Kontext”, wo Kleine und etwas Groessere auf die gleiche Weise lachen”
16. April 2009
In der Stadt Potosi auf einer Hoehe von 4000 Metern klopfen Tschufidora und Rodhezio an die Tuer des Kindergartens San Francisco des Orgnasation “Contexto”. Sie werden herzlichst empfangen und das Erste, was sie beim Eintreten erblicken, sind die winzigen Gesichter der Kindergartenkinder, die durch das Fenster spaehen.
Und so betreten die beiden Clowns den Hof mit groesster Sorgfalt, um die Kinder nicht zu erschrecken. Zwischen einigen kleinen Traenen der Allerkleinsten beginnen sie zu spielen und bringen schon bald die Kinder und ihre Erzieherinnen zu freudigem Lachen.
Doch diesmal fordert der Ort sie heraus. In dieser Hoehe macht jeder Schritt muede, die Melodika frisst Tschufidoras Atem und Rodhezio ist diesmal tatsaechlich fix und fertig als er von seiner Suche nach dem Schatz zurueckkehrt.
Nach einer gemeinsamen Abschiedsrunde werden die beiden Clowns zum Mittagessen im Kindergarten eingeladen. Doch als sie sich mit vollem Bauch verabschieden wollen, versperren die Kinder mit ihren kleinen Koerpern die Tuer, um die Clowns nicht entwischen zu lassen. Mit Hilfe der Erzieherinnen lassen sie sie schlussendlich doch gehen und winken ihnen lange nach.
In der Kantine derselben Organisation beobachten die beiden Clowns erst versteckt die Kinder wie sie eines nach dem anderen von der Schule zum Essen eintrudeln. Und genau rechtzeitig zum Tischgebet betreten sie den Speisesaal und beten selbstverstaendlich mit. Danach beginnen sie mit ihren Spaessen, waehrend sie helfen, das Essen zu verteilen. Zwischen Schreien “Bruder, setz dich hierher! Schwester, da!” rotieren sie von Tisch zu Tisch und umso herzhafter die Kinder lachen, umso ernster werden die Gesichter der strengen Erzieherinnen… “Selbst schuld!” denken Tschufidora und Rodhezio laechelnd und ziehen singend weiter…


April 27, 2009 1 Comment
Tarija Stadt
“Tarija, der Ort, an dem alles wirklich wird”
23. April 09
Die Napiantes kommen in Tarija an, wo ein Clownkollege sie bereits erwartet und mit 1000 Vorschlaegen ueberhaeuft.
Sie beziehen sogleich ihre huebsche Unterkunft am Rand der Stadt, die Herberge “Libelle” der Organisation EDYFU, die sich um Kinder aus schwierigen Familienverhaeltnissen kuemmert. Dort versuchen sie ungefaehr hundert Kindern ihre Bloedeleien und Spaesse beizubringen. Die aufgeweckten Schueler hoeren gut zu und befolgen alle Anweisungen genauestens und stuerzen sich mit Vergnuegen und Gekreische in jedes neue Spiel.
Danach bekommt jeder einen Sitzplatz, von wo aus sie Tschufidora und Rodhezio in Aktion betrachten. Morgens und noch einmal nachmittags fuellt sich der Theatersaal des EDYFU mit Freude.
Und so ist das vorruebergehende Heim der beiden Clowns nicht nur ein Ort zum Uebernachten sondern auch zum Lachen.
Sie koennen es kaum glauben, doch ihr verrueckter Kollege in Tarija macht es tatsaechlich moeglich, dass Tschufidora und Rodhezio im lokalen Radio erscheinen und auch im Fernsehen, wo sie den Moderator der naechtlichen Sendung mit ihren unzusammenhaengenden Antworten und ihren Spielereien fast zum Wahnsinn treiben.
Und als ob das noch nicht genug waere, treten die beiden Clowns zum ersten Mal vor erwachsenen Kindern in einer Bar auf, wo sie bergnuegt ihre Spaesse treiben, Autos nachlaufen, Getraenke des Publikums austrinken und tolpatschig verschuetten.
Und so verabschieden sie sich von dieser unglaublichen Stadt, grinsend ueber beide Ohren.
Vielen Dank Clownfreund Nelson fuer deine grossartige Hilfe, einen grossen Teil unseres Traumes moeglich gemacht zu haben.

Tschufidora und Rodhezio
24. April 09



April 27, 2009 1 Comment
